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Umstrittener Doppelsieg für Ferrari

Montag, den 26. Juli 2010 um 09:54 Uhr

Der Große Preis von Deutschland wurde von einer unsportlichen Aktion der Ferraripiloten überschattet. Alonso siegte nur auf Grund einer offensichtlichen Stallorder. Massa durfte bis zur 48. Runde das Rennen vor Alonso anführen, bis ihn Renningenieur Rob Smedley anfunkte. Er sagte: „ Fernando ist schneller als du. Kannst du bestätigen, dass du diese Botschaft verstanden hast?“ Eine Runde später erfolgte dann der Führungswechsel. In Kurve 6 ging Massa demonstrativ vom Gas und ließ Alonso passieren. Danach entschuldigte sich Smedley bei Massa.

Schlechter Start von Vettel

Der Start verlief für Sebastian Vettel nicht optimal, er kam schlecht weg und konzentrierte sich nur auf Alonso, der versuchte rechts an Vettel vorbei zu ziehen. Dadurch hatte Massa genügend Freiraum um beide zu überholen. Nach der Nordkurve war Vettel dann der „weinende Dritte“ und die Ferrari lieferten sich ab da einen erbitterten Kampf um Platz 1.

"Normalerweise sind unsere Starts sehr gut. Ich bin mir nicht sicher, was heute los war, aber die ersten fünf bis zehn Meter waren sehr schlecht - da hätte ich den Motor fast abgewürgt", erklärt Vettel.

Dominante Vorstellung von Ferrari

bahrain_f1_teamsDie Ferraripiloten Fernando Alonso und Felipe Massa lieferten eine spannende und dominante Vorstellung ab. Alonso schien Streckenweise der schnellere von beiden zu sein, schaffte es aber nicht, bis zur Stallorder, seinen Teamkollegen zu überholen. Den Höhepunkt erreichte das Duell in der 21. Runde. Durch ein Überrundungsmanöver schaffte es Alonso kurz sich vor Massa zu setzen, der aber später Bremste und seine Position verteidigen konnte. Über diese Aktion war Alonso so empört, dass er seinen Renningenieur Andrea Stella über Funk ins Ohr brüllte: „Das ist doch lächerlich“.

Nach dieser Aktion musste sich der Spanier erstmal beruhigen und verlor fast vier Sekunden  auf Massa. Plötzlich holte er wieder auf und konnte durch das abgesprochene Manöver Massa überholen und so den Sieg nach Hause fahren. Schon durch das demonstrative vom Gas gehen spürte man Massas Wut, über die Entscheidung der Ferrari-Bosse.

"Mein Start war fantastisch und die Pace auf weichen Reifen auch. Mit den harten hatte ich leichte Probleme, aber es war ein sehr gutes Rennen für uns." Auf die Frage was das für ein Manöver war, antwortete mit grimmiger Miene: "Ich glaube nicht, dass ich dazu etwas sagen muss", "Wir arbeiten für das Team und wir machen einen sehr guten Job."

Milde Strafe

Eine Strafe von 100.000 Dollar für die Stallorder muss Ferrari bezahlen, zu wenig finden viele in der Formel 1. "100.000 Dollar Strafe sind nicht viel, denn für Ferrari ist das nicht viel Geld", sagte Eddie Jordan im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.